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Umbauplan

bei diesem Projekt wurde ich gebeten, einen Vorschlag für den Umbau eines alten Büros und eines zusätzlichen Zimmers in eine Wohnung auszuarbeiten.

Die Zimmer liegen im Erdgeschoss eines Mehrgenerationenhauses, zwei Räume aneinander (siehe Grundriss) und ein weiteres am anderen Ende des Hauses. Dazwischen befindet sich die Erschließungszone für das gesamte dreigeschossige Haus und der Sanitärbereich.

Das Gebäude weist zwei Besonderheiten auf: es hat zum einen über die gesamte Länge nur Raumbreite, knapp 6m. Zum anderen sind trotz dieser Besonderheit (beinahe) alle Fenster nach Osten ausgerichtet. Wenn man aus dem Fenster blickt, sieht man auf einen großen Platz. Auf diesem steht die von der Familie geführte Tankstelle. Und diese Tankstelle ist der Arbeitsplatz der Auftraggeberin.

Maßnahmen

Bei der Begehung der Räume war für mich relativ schnell klar, dass die Drehung der Wohnräume in ihrer Ausrichtung nach aussen zentrale Bedeutung hat. Das Haus hätte an der Westseite einen freien Blick auf: vorne Kühe, hinten Berge. Die Öffnung der Westseite gibt aber nicht nur einen Blick in die Ferne frei, sondern auch einen, der nicht auf die Arbeit gerichtet ist.

Ein Fenster nach Westen bingt ausserdem Sonne und Helligkeit zur richtigen Zeit in die Wohnung – am Abend, wenn die Bewohnerin zu Hause ist.

Der zweite Punkt betraf die Öffnung der beiden Räume zueinander: damit nicht das Gefühl der Enge entsteht und damit ein ganz normales Standardfenster beide Zimmer belichten kann, habe ich vorgeschlagen, eine zweite Öffnung zu stemmen und den Boden möglichst ohne Schwellen zu verlegen. Dadurch verlieren die Räume ihre Aneinanderreihung, der Grundriss wird offen und großzügig. Nachdem die Wohnung von einer Person bewohnt wird, ist dies gut möglich. Der Einbau von Schiebetüren wäre möglich, erwies sich aber bislang als nicht notwendig.

Die Akzentuierung jenes Mauerstücks, das zwischen den beiden Öffnungen steht, und zum einen dem Tisch in der Küche einen Rückhalt geben soll, und das Wohnzimmer vom Eingangsbereich etwas abschirmen, sollte eine andere Farbe oder eine andere Oberfläche erhalten, so dass opisch eine noch größere Öffnung spürbar ist (auf den Fotos noch nicht umgesetzt).

Im Schlafzimmer gab es den Wunsch eines begehbaren Schrankes. Neben der Festlegung der Maße habe ich hier vorgeschlagen, ein Fach dieses Schrankes nach aussen zu stülpen – damit entesteht am Kopfende des Bettes eine Nische, in die Dinge abgelegt und Licht eingebaut wird. So liegt nicht unnötig viel in diesem kleinen Raum herum. die letzten Bilder zeigen die Vergleiche zwischen vorher – der Planung – und der bislang erfolgten Umsetzung.